Die Gumelnita Zivilisation

Die Gumelnita Kultur gehört einem wichtigen kulturellen Komplex bekannt unter dem Namen Gumelnita-Kodjadermen-Karanovo VI an, datiert vom V –ten Jahrtausend v.Ch. und sie vertritt die erste grosse kulturelle Vereinigung zwischen dem südlichen Balkan (Dikili Tash, Sitagroi ...) und den Karpaten. Im Inneren dieses grossen Komplexes entfalten sich lokale Eigenheiten.  Diese sind oft kompliziert auseinander zu halten und zu erklären, aber sie sind zweifelsfrei an die Elemente gebunden die von den vorherigen Kulturen geerbt wurden. Die Varna Necropolis (Bulgarien) ist das beste Beispiel.
Der kulturelle Komplex Gumelnita-Kodjadermen-Karanovo VI wurde geboren aus der lokalen Evolution der Kulturen der Boian, Marita und Karanovo V. Dieses Phänomen hat schnell stattgefunden, man kann von Anfang an von einer Kultur von einheitlichem Charakter sprechen, mit regionalen Aspekten. Der kulturelle Ausgleich ist noch deutlicher in der A2 Phase der Gumelnita Kultur, in deren Verlauf die Keramik- und Kunststoffformen praktisch gleich sein werden, in der gesamten Verbreitungszone.  
Die Hauptniederlassungen sind Karanovo, Harsova, Ordusani... deren Stratigraphie eine grosse Menge von Informationen liefert  bezüglich der chronologischen Evolution dieser Kultur und der Beziehung mit den benachbarten Kulturgruppen (Vinča, Cucuteni, Dimini, Salcuta). Die Varna Necropolis ist eine archeologische Ausgrabungsstätte von grosser Wichtigkeit für das Kennen dieser Kultur, ein eindrucksvoller Reichtum an Gräbern die gefunden wurden erlaubt die Hervorhebung einer starken sozialen Organisierung, gestützt auf  eine strenge Hierarchie.
Die Entwicklung der Gumelnita-Kodjadermen-Karanovo VI Kultur endet zunehmend mit der Ankunft an der Donau der Stämme der Cernavoda I Kultur, von vielen Wissenschaftlern als die ersten  Proto-Indeuropäer angesehen. Wenn die Entwicklung der Gumelnita plötzlich in dieser Region endet, dauert sie wenigstens ein Jahrhundert in anderen Regionen (Muntenien, Thrakien, Balkan) weiter, mit der Gumelnita B Phase.
Eine der prächtigsten Zivilisationen in der letzten Hälfte des V-ten Jahrtausendes v. Chr. ist die Gumelnita Kultur (gemeinsam mit dem Ariusd - Cucuteni – Tripolie Komplex).
In Rumänien entspricht der Verbreitungsbereich der Gumelnita Kultur im Allgemeinen mit jener der Boian Kultur in Muntenien, aber sie hat sich auch in Dobrudscha verbreitet, auf dem Gelände auf dem sich vorher die Hamangia Kultur entfaltet hat, sowie im Süden Bessarabiens.  Im Süden haben sie die orientalische Hälfte Bulgariens sowohl im Norden als auch im Süden des Balkans besetzt (bekannt unter dem Namen Kodjadermen - Karanovo VI) und reichten bis zum Ägäischen Meer.
Hauptsächlich auf Grundlage der Boian Kultur gebildet, hat es mit Sicherheit auch einen Bestandteil der  Marita Kultur (teilweise gleichzeitig mit Boian), im Süd-Osten Bulgariens, deren mit Graphit bemalte Keramik eine der charaktristischen Merkmale der Gumelnita Keramik ist.
Mit dem gesamten einheitlichen Aspekt der Kultur, konnten einige regionale Versionen festgelegt werden: eine Nord-Donauliche, eine in der Dobrudscha, die dritte im Süden des Balkans, zu dem der kulturelle Aspekt der Stoicani – Aldeni im Nord-Osten Munteniens und Süd-Osten der Moldau gehört, die sich auch im Osten über den Prut verbreitet hat, in der Zone die sich im Norden der Donau befindet.
Es hat sich entlang von zwei Hauptphasen entwickelt,  A und B, ihrerseits in zwei Etappen aufgeteilt, A1 - A2 und B1 - B2, die ersten drei Etappen wurden stratigraphisch dokumentiert (aus der letzten gehen viele Fragezeichen aus), die Gumelnita Kultur hat, wie alle Kulturen aus dem Äneolithikum, ihre spezifischen Elemente. Es werden in diesem Sinne viele künstliche Hügel entdeckt, entstanden aus den Ruinen der antiken Behausungen, neben denen wir jene finden die sich auf den Terassen befinden,  auf Inselchen, Erosionszeugen, usw., verstärkt oder nicht mit künstlichen Verteidigungs-/Schutzsystemen, erstellt in der Nähe von natürlichen Wasserquellen (Quellen, Flüsse, Bächer, Seen, Moor, usw) und natürliche leicht ausbeutbare Quellen: Wasser, Gelände das geeignet ist für die Landwirtschaft, das Erziehen von Tieren, Jagen, usw. Dies alles fand in einer bestimmten Kategorie der menschlichen Beziehungen mit der Umwelt statt.
Ein anderes spezifisches Element der Kultur ist die Keramik, ins Besondere die Schwarze, aber auch eine andere, in braun gebrannt (selten auch ziegelrot) beide Arten gut aufpoliert, die letzteren geschnitzt und geschlickt, sowie mit Graphit bemalt. Sehr verbreitet in der Phase A (aber vorhanden auch in der Phase B), das Bemalen mit Graphit benötigt eine recht komplizierte Technologie und ein doppeltes Backen im Ofen, die letzte bis zu 1.100ºC. Es wird aber auch mit weisser und roter Farbe gefärbt, aber es wurde auch eine dreifarbige Version gefunden, nach dem Backen der Schüssel  im Ofen. Jetzt erscheinen auch die ersten Schüssel des askos si rhyton Types als Folge der südlich ägäisch-anatolischen Verbindungen. Ein anderes Merkmal das dieser Kultur entspricht, sowie der Salcuta Kultur (höchstwahrscheinlich, grösstenteils eine Version der Gumelnita Kultur), in dem gesamten Neo-Äneolithikum Rumäniens, stellen die grossen Beile dar und die langen Silex Klingen, die manchmal 30 cm überschreiten. Dazu gehören die Pfeilspitzen und Lanzen die in den gleichen Fels geschnitzt wurden. Es gibt eine grosse Vielfältigkeit von Knochen und Hornwerkzeuge  zu nennen. Dazu gehören die Pfeile, Spitzen, lamellenartige Teile, jene für das Formen der Keramik, Harpunen, Hacken, Pflugschäre, Bumerangs, usw. Aus Knochen und Muscheln wurden viele Schmuckstücke hergestellt.
Das Kupfer wird seinerseits laufend sowohl für die Herstellung von Schmuck benützt (dazwischen jene mit dem doppelt in Spiralenform verdrehtem Kopf  - Typ verbreitet bis weit in den Süd-Osten Asiens, in das Thal des Indus) als auch für unterschiedliche Typen von massiven Beilen. All dies beweist fortgeschrittene Kenntnisse der Gumelnita Schmiede im Bereich der Waffenverarbeitungstechnologie.
Schon aus der Phase A2 erscheint auch der älteste Goldschmuck im unteren Teil der Donau, wahrscheinlich im Süden des Flusses bearbeitet.
Die Kunst dieser Kultur ist extrem reich, vielfältig und spezifisch, auch wenn die anthropomorphe Statuen überwiegend sind, wurden oft auch zoomorphe Statuen hergestellt.
Die Statuetten wurden grösstenteils aus Lehm hergestellt, geschnitzt aus Knochen, und seltener aus Marmor. En guter Teil der anthropomorphen Lehmstatuetten sind in Beweis der Qualität der Bildner, sowohl was die Beobachtungsfähigkeit angeht (Wiedergabe der Physiognomien und der Haltungen), als auch die Fertigkeit der Durchführung. Jene aus Knochen teilen sich in drei Typen ein, zwei sehr stark schematisiert, wobei der dritte Typ versucht hat (unter den von dem Material erlaubten Grenzen) die Figur des menschlichen Körpers so gut wie möglich wiederzugeben; es wird auch  Kupferschmuck hinzugefügt - Halsketten, Gürtel, Ohrringe. Es gibt auch viele anthropomorphe Gefässe (einige richtige Kunststücke), jene zoomorphe oder anthropo-zoomorphe, aber auch unterschiedliche Bestandteile, streng anthropomorph, anthropo-zoomorph, sind alle an unterschiedliche Kultereignisse  des Gumelnita Volkes gebunden.
Zurückkehrend zu den Behausungen der Kultur, haben wir vorläufig nicht (für Rumänien, wo vollständig nur eine kleine Ortschaft von Teiu und das Dorf Gumelnita B1 von Cascioarele – Ostrovel untersucht wurden) genügend Daten bezüglich der inneren Organisierung des Gemeinschaftsraumes, aber neben den eigentlichen Wohnungen, die in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet waren, treffen wir auch Werkstatt-Wohnungen an (für die Verarbeitung des lithischen Materiales, der Knochen, der Hörner, der Schmuckstücke, Statuetten, usw.), aber beispielsweise auch Schlachthöfe bei der Cascioarele – Ostrovel Niederlassung, oder andere mühlenartige  Niederlassungen bei Medgidia. Sowohl die Werkstatt-Wohnungen, als auch die “Werkstätte” die ausserhalb entdeckt wurden sind ein Beweis des Vorhandenseins einiger Handwerke und Handwerker die gleichzeitig für die menschliche Gruppe zu denen sie gehörten, als auch für den Austausch zwischen den Stämmen gearbeitet haben.  Wir können auch an Niederlassungen denken mit einem spezifischen wirtschaftlichen Zweck, abhängig auch von der Umwelt die sie gleichzeitig für die Gemeinschaft ausgebeutet haben und für den Tausch gegen andere notwendigen Güter die sie selbst nicht hatten.  
Es fehlen diesen Niederlassungen auch nicht die speziellen Kultstätte die, gemäss der Zufluchtsorte  die entdeckt wurden, uns ein Bild geben bezüglich der Bauten und ihrer Rolle im Leben der entsprechenden Gemeinschaften.
Die Nierlassung Gumelnita ist auf 4 Ebenen eingeteilt:
- die Ebene Gumelnita A2 je (3,00 m) stellt die " Phase Gumelnita A2 in voller Entwicklung dar": Kupferteile, anthropomorphe Goldanhänger;
- die Ebene Gumelnita A2 b (1,50/1,70 m)
- die Ebene Gumelnita A2 c (0,70/1,00 m) stellt "das Ende der Phase Gumelnita A2 dar und eventuell den Übergang zur Ebene Gumelnita B"; in der Schicht wurden mehrere anthropomorphe Figuren gefunden: das "Verliebten" Paar, die "tesaliana" Statuette;
- die Ebene Gumelnita B1 (3765 ±70 b.c.): Knochenfiguren.
In allen vier Ebenen wurden Oberflächenwohnungen gefunden, mit reicher Inventur. Der Boden war aus gestampfter Erde hergestellt, bedeckt mit Lehm und die "Wände aus recht dicken Pfosten, miteinander mit Rutengeflechten verbunden mit viel Lehm und Stroh und Streu”. Die Bewohnung nach der Gumelnita Zeitspanne ist vertreten von Keramikteilen Cernavoda I über die letzte Gumelnita B Ebene (bis zu - 0,60/0,70m), ohne dass es eine eigentliche Bewohnungsebene darstellt.
Nicht weit von der Gumelnita Niederlassung, auf der gegenüberliegenden Terasse wurden zufällig am Ende der 50-er Jahre einige Körperbestattungsgräber gefunden die der  Gumelnita Kultur angehören, mit der Gelegenheit des Grabens einer Grube für das Entnehmen des Lehmes aus der Schlucht der Terasse. Dank dieser Entdeckung wurde in den 60-er Jahren systematisch gegraben, mit dem Zweck der Bestätigung des Vorhandenseins einer Necropolis auf dieser Terasse. Später, in den 70-er Jahren wurden auf dem Gelände des gewesenen  I.S.C.I.P. Ulmeni, die sich auf derselben Terasse befand (150m nord-westlich  auf der Oltenita-Calarasi Strasse), mit dem Anlass einiger Einrichtungen, einige Gräber identifiziert, die zur gleichen Kultur gehören.  Auf Grundlage dieser Entdeckungen wurde angenommen dass diese Terasse von den Äneolithikumeinbewohnern als Necropolis benützt wurde (Calomfirescu Hügel). Die Untersuchungen wurden durchgeführt von Silvia Marinescu-Bilcu, Ersilia Tudor Iorgulescu, Barbu Ionescu, Done Serbanescu.
Die Namensgebende Ortschaft ist Gumelnita (Rumänien), die sich in Muntenien befindet, in der Nähe des linken Ufers der Donau. Es stellt den Anfang des Chalkolithikums in Rumänien dar (ebenfalls Äneolithikum genannt), beginnend am Anfang des V-ten Jahrtausends v. Ch. Es wird in zwei Phasen eingeteilt (A und B), mit einer geschätzten Dauer von fast einem Jahrtausend. Diese grosse Verbreitungszone streckt sich von dem Schwarzen Meer im Osten aus, bis in das Zentrum Bulgariens im Westen, das Donaudelta im Norden, bis in das griechische Thrakien im Süden. Meistens sind diese Einrichtungen von Graben umgeben.
Die charakteristischen Merkmale sind: Keramik, Knochen oder Hörner, Kupfer oder sogar Gold. Die Keramik hat viele unterschiedliche Formen, Einschnitte, plastische Ornamente mit Schlicker oder bemalt, ins Besondere mit Graphit. Werkzeuge aus Knochen und Hörner gibt es viele. Das Kupfer, mit dem Hammer bearbeitet oder gegossen wurde laufend benützt für Schmuck, aber auch für kleines Werkzeug oder Beile. Es erscheinen Gegenstände aus Gold. Die sehr entwickelte plastische Kunst wird von vielen Tierfiguren dargestellt und ins besondere viele anthropomorphe Statuetten, die meisten weiblich, oder menschliche Darstellungen, die meisten mit durchgestochenen Ohren.
Ein anderer Aspekt der Geistigkeit der Gumelnita Bevölkerung geht aus dem Verhalten den Toten gegenüber hervor. Im Falle der sich in Diskussion befindenden Kultur, wurden die Toten in speziell eingereichteten Plätzen grupiert (ausserhalb der Behausungen); es sind einige Necropolen bekannt aus der Gumelnita Kultur, aber es sind auch Ausnahmen von dieser Regel bekannt.  Es werden die sozialen Unterschiede der Necropole sehr klar ausgedrückt, wie die sehr reiche Varna Necropolis (Bulgarien). Das Ritual und das körperliche Aussehen dieser Bevölkerung gleicht mit jener aus der Boian Kultur (natürlich, Dank des Beitrages zur Genese der Gumelnita Kultur): Begrabung in geduckter Position, von mittelmässiger bis zu sehr ausgeprägter Position, Opfer vorhanden aber grossteils arm. Die körperlichen Merkmale entsprechen dem mediteranen Fond mit allen vier bekannten phänotypischen Versionen. Aber die Details des Rituales (Position der Arme, unterschiedliche Opferkategorien und ihre Wichtigkeit im Grab, benützen oder nicht des Ockers, der Duckungsgrad im Falle dieser Position, das Bilden des Grabens, usw.) scheinen sich nicht einigen strengen Regeln zu unterwerfen, es können kaum einige Verallgemeinerungen entnommen werden.
Aber Begräbnisse, wie die (menschlichen) Skelettteile wurden in allen Gumelnita Niederlassungen entdeckt. Es werden erstens Kindergräber genannt die sich unter und zwischen den Wohnungen befanden. Es wurden unterschiedliche Missbildungen entdeckt, was zur Schlussfolgerung von möglichen Ritualopfer geführt haben. Ebenfalls in Verbindung mit einem bestimmten Glauben (ein Kult der Schädel) stehen auch die menschlichen Schädellagerungen (im Allgemeinen absichtlich eingeschnitten) unter oder in der Nähe der Kamine. Was die weiter oben genannten Skelettteile angeht, von einigen interpretiert als von gestörten alten Gräbern stammend, ist Alexandra Bolomey der Meinung dass ihr Vorkommen grösser ist als angenommen und diese eigentlich von Zeitgenossen des Bewohnungszeitraumes stammen, die entweder ohne Gräber geblieben sind (aus Gründen die wir noch nicht herausgefunden haben), oder nicht begraben, getötet und zerstückelt wurden, im Rahmen magischer Veranstaltungen.    
Die namensgebende Station dieser grossartigen Kultur wurde zum ersten Mal von dem Gründer der rumänischen archeologischen Kultur genannt, Vasile Parvan, noch im Jahr 1922. Aber nur zu Beginn des Jahres 1924 , wird Vladimir Dumitrescu den Prähistorikern aus der ganzen Welt die erste Kollektion von spezifischen Materialien vorstellen (Keramik, plastische Kunst, lithische Werkzeuge und Knochen, usw.), gesammelt in der namensgebenden Niederlassung, die sich auf dem "le massif de Gumelnita qui domine de plus de 20 m la plaine du Danube" befindet, Niederlassung die systematisch untersucht wird, beginnend mit dem Jahr 1925.
 
Die anthropomorphe und zoomorphe plastische Kunst aus Gumelniţa
Thypologie
       Einer der aufsehenerregendsten und interessantesten Aspekte der Gumelnita Zivilisation, wird vertreten von der grossartigsten Schönheit der anthropo- und zoomorphen Darstellungen. Einige davon, aussergewöhnliche Darstellungen der Gumelnita Meister stellen wahre Meisterarbeiten der prähistorischen Kunst dar. Die anthropomorphe plastische Gumelnita Kunst hat eine Serie von Merkmalen, die sie von den anderen  Neo-Äneolythischen Zivilisationen unterscheidet. In erster Reihe gibt es eine Vielzahl von Thypologien die die Morphologie der Statuetten wiedergibt, die Tehnik der Modellierung, die Position der Arme, die Wiedergabe des Geschlechtes, die Dekorationsweise. Die plastische Gumelnita Kunst ist sehr vielfältig, von realistischen Teilen, von grossartiger künstlicher Darstellung, bis zu extrem schematischen Teilen, in denen die menschliche Figur schwer zu erkennen ist. Eine der Merkmale der anthropomorphen Gumelnita Statuetten ist die Tatsache dass sie sehr ausdrucksvoll sind, und sie stellen dar was wir eine Zivilisation der Gestik nennen können. Die Position der Arme (auf dem Bauch, seitlich ausgestreckt, in der Position des “Denkers”), der Mund (halb geöffnet oder geöffnet), das Bilden einiger Buckel, die Darstellung der hingesetzten Statuetten, all dies führt zur Tatsache dass wir in der plastischen Kunst der Gumelnita eine Serie von Persönlichkeiten entdecken, gebildet nach unterschiedlichen Haltungen.
Material
      Ein anderes Merkmal das die plastische Kunst der Gumelnita unterscheidet, ist die Vielfältigkeit des Materiales auf das es übertragen wurde. Die meisten Teile wurden aus Lehm gebildet, eine gewöhnliche Tatsache für alle Neo-Äneolythischen Zivilisationen.  Hingegen stellen die Knochenfiguren ein originelles Merkmal der Gumelnita Zivilisation dar und, auch wenn die Knochenfiguren auch in anderen Kulturen (Beispiel Cucuteni) zu finden sind, sind diese weit entfernt von der Anzahl und der typologischen Vielfältigkeit der Gumelnita Kunststücke.
Die Originalität der Gumelnita Plastiken wird auch von dem Vorhandensein einiger aussergewöhnlichen Darstellungen hervorgehoben, wie zum Beispiel die Statuetten mit mobilem Kopf, die Statuetten mit Gefässen auf dem Kopf oder extrem spektakuläre plastische Kombinationen  wie zum Beispiel das “Gefäss mit den Verliebten”, entdeckt in Sultana, die ein echtes mythisches Thema darzustellen scheinen.
Gefässe
          Durch ihre Vielfältigkeit, durch ihre aussergewöhnliche künstliche Arbeit, stellen die anthropomorphen Gumelnita Gefässe einen anderen extrem aufsehenerregenden Aspekt dieser Zivilisation dar.  Die anthropomorphen Gefässe, gebildet nach der Form des menschlichen Körpers, die prosomorphen Deckel, Gefässe mit anthropomorphen Attributen, übertreffen durch ihre Anzahl und künstlerische Qualität die Darstellungen anderer äneolythischen Zivilisationen.
       Obwohl die plastische zoomorphe Gumelnita Kunst weniger studiert wurde, hebt sie sich durch die gleiche Typologievielfältigkeit hervor. Obwohl die meisten Darstellungen extrem schematisch dargestellt wurden, werden einige Teile extrem wahrheitsgetreu dargestellt.
     Die Gumelnita Kultur, die in das Neo-Äneolythische Jahrtausend eingeteilt wird, gehört einer extrem vielfältigen Welt an, mit einer grossen geographischen Ausdehnung und einer Dauer von über drei Jahrtausenden. Es ist schwer zu glauben dass diese Welt, diese Zivilisationen kein spirituelles Leben geführt haben, auch wenn die Beweise in diesem Sinne nicht klar sind. Unter diesen Bedingungen ist die anthropomorphe und zoomorphe Plastik eine Verwirklichung des spirituellen Lebens, einer Religion könnten wir sagen, hier im weiten Sinne des Wortes verstanden, als ein zu wenig bekanntes Glaubens- und Mythensystem  
           Die Analyse der archeologischen Entdeckungen haben einige Merkmale der Gumelnita Plastik hervorgehoben, dank der die Untersuchung des spirituellen Lebens auf einige Hauptrichtungen  orientiert werden kann.
        Dadurch ist die klare Vorherrschaft der Frau gegeben, 34% aus den gesamten anthropomorphen Darstellungen. Diese kann ein Heiligtum darstellen, der Terminus hat eine allgemeine Bedeutung, die Manifestation des Heiligtums, ohne dass in diesem Stadium die Forscher erklären könnten welche die Art und der Status dieses Heiligtums ist. Männliche Darstellungen gibt es sehr wenige, ungefähr 1%, und ungefähr 10% sind Statuetten ohne Geschlecht, also keine Hinweise (Brust, sexueller Dreieck) die das Geschlecht der Statuette angeben.








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